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>> prognose zinsen, währungen, rohstoffe
(vom 28.02.2012)
Im Bereich der Leitzinsen dürfte es
sowohl in Europa, als auch in den USA, in den
kommenden Quartalen sehr wenig Volatilität geben.
Die EZB hat mit der letzten Zinssenkung um 25
Basispunkte nun wieder die 1 %-Marke erreicht, von
der wir ausgehen, dass sie längere Zeit Gültigkeit
haben wird. Und in den USA wird ja sogar bereits
recht offen darüber kommuniziert, wie lange das
Zinsniveau auf den historisch niedrigen Niveaus
bleiben wird. Als Folge dieser Komponenten sehen wir
die Basiszinssätze in beiden Volkswirtschaften auf
Sicht von mindestens 12 Monaten unverändert.
Der Bundfuture hat sich zuletzt der 140-er-Marke
genähert. Ein sehr hoher Wert, der einerseits die
ausgezeichnete Bonität Deutschlands widerspiegelt,
aber andererseits auch zeigt, wie viele
Stabilitätssorgen derzeit im Markt sind und wie sehr
das Kapital nach wie vor in Richtung sicherer Häfen
drängt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass die
Kapitalmarktrenditen nun wieder eine leicht
steigende Tendenz einschlagen werden. Der
Eurobundfuture könnte also in den nächsten Wochen
durchaus korrigieren und sich anschließend auf
Werten zwischen 135 und 138 stabilisieren. Deutlich
tiefere Werte sind wohl erst mit einer nachhaltigen
Beruhigung des Finanzsystems und stark verbesserter
Konjunkturaussichten zu erwarten. Dieses Szenario
erwarten wir eher erst gegen Jahresende.
Der Euro hat, wie es zu erwarten war, zuletzt eine
stärkere Tendenz gegen den USD gezeigt. Mittlerweile
ist man der 1,35er-Marke, die markanten technischen
Widerstand zeigt, bereits sehr nahe gekommen.
Dennoch wären wir nicht überrascht, wenn der Euro in
den kommenden Quartalen auch die Relation von 1,45
zum USD überschreitet und noch im heurigen Jahr
eventuell sogar 1,50 erreicht.
Kaum Volatilität gibt es derzeit im EUR/CHF-Verhältnis.
Auch das war nach den Maßnahmen der SNB zu erwarten.
Was allerdings schon etwas verwundert, ist, dass die
Relation nur so knapp über der 1,20er-Marke gehalten
wird. Hier könnte es in einer unerwarteten
Marktbewegung durchaus Zündstoff aus einem sehr
großen Ordervolumen geben. Ganz sind wir von der
Nachhaltigkeit der EZB Maßnahme ohnehin nicht
überzeugt. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit hoch,
dass wir in absehbarer Zeit keine großen Änderungen
im Verhältnis der beiden Währungen sehen werden.
Bei den Rohstoffen nicht viel Neues. Öl bleibt
gefragt und stark, Gründe für eine Änderung dieser
Entwicklung sind nicht wirklich in Sicht. Wir sehen,
nach einer Konsolidierungsphase, durchaus weiteres
Aufwärtspotential für den Rohölpreis. Gold zeigt
sich stabil zwischen 1700 und 1850 USD/Feinunze.
Daran sollte sich kurzfristig nichts ändern.
Längerfristig gehen wir hier eher von tieferen
Notierungen aus.
Unsere aktuellen Einschätzungen
für die 3-, 6- und 12-Monats-Zeiträume sehen sie in
der folgenden Tabelle:
= stark steigend,
= steigend,
= neutral,
= fallend,
= stark fallend
* anmerkung: die prognosen werden von uns täglich
analysiert, angezeigt wird immer das datum der
letzten veränderung.
alle informationen, die in unserem
service-bereich bekannt gegeben werden, sind eigene
einschätzungen der pi5 consulting gmbh, die nach
bestem wissen aus fundamentaler und technischer
sicht getroffen werden. sie stellen weder
finanzanalysen im sinne des
wertpapieraufsichtsgesetzes, noch anlageempfehlungen
dar. selbstverständlich können
sich die märkte auch ganz anders entwickeln und
die prognosen sich später als falsch herausstellen.
daher sind alle angaben trotz sorgfältigster erstellung ohne jede gewähr. |